Wyoming - "Cowboy State & Yellowstone"
- Folge 21 der USA-Sonntagsgespräche -
Land der geologischen Wunder
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Wyoming: Cowboy State & Yellowstone – USA Freunde Sonntagsgespräch (Folge 21)
Von Sylvia Spleth (KEROLINA USA Rundreisen Manufaktur)
So, hallo und herzlich willkommen – heute nehmen wir euch und Sie mit auf einen Kurzbesuch in einen Bundesstaat, der wie kaum ein anderer für den Geist des amerikanischen Westens steht: Wyoming. Der „Cowboy State“ ist Heimat des ältesten Nationalparks der Welt und zugleich einer der leersten, weitesten und ursprünglichsten Staaten der USA.
Lage, Dimensionen & Fakten: Wyoming im Herzen des Westens
Wyoming liegt im Nordwesten der USA und grenzt an Idaho, Utah, Colorado, Nebraska, South Dakota und Montana. Es ist der zehntgrößte Bundesstaat der USA, flächenmäßig fast so groß wie Großbritannien – hat aber die wenigsten Einwohner aller US-Staaten: rund 580.000 Menschen.
Cheyenne ist die Hauptstadt. Wyoming trägt gleich zwei Spitznamen, die viel über die Identität des Staates erzählen:
• „Cowboy State“: Die Seele Wyomings – Ranching, Rinderzucht, Rodeos und der „Code of the West“.
• „The Equality State“: Historisch begründet: Wyoming führte 1869 als erstes Territorium der Welt das Frauenwahlrecht ein.
Wichtige Flughäfen: Casper, Jackson Hole sowie Cody (Yellowstone-Region).
Klima & beste Reisezeit
Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer etwa bei 7 bis 28 Grad, im Winter bei ca. -15 bis 3 Grad. Für Outdoor-Aktivitäten und klassische Mietwagenrundreisen ist die beste Reisezeit in der Regel von Ende Juni bis Anfang September – dann sind Bergpässe und Routen am zuverlässigsten schneefrei.
Wyoming ist riesig, aber fast leer: Die geringe Bevölkerungsdichte ist kein „Nachteil“, sondern der Kern der Identität – Raum für Natur, Weite und schlicht „Sein“. Es gibt sogar Statistiken, nach denen Gabelantilopen in Wyoming zahlenmäßig die Menschen übertreffen.
Wyoming - Belle Fourche River
Yellowstone Nationalpark: Wo die Erde atmet
Yellowstone wurde 1872 gegründet – als ältester Nationalpark der Welt. Der Park liegt in seiner Fläche auf einem aktiven Supervulkan. Über 10.000 geothermale Quellen, Geysire und Schlammtöpfe machen Yellowstone zu einem Ort, an dem man die Dynamik der Erde unmittelbar spürt.
Zugleich ist Yellowstone eines der besten Wildtiergebiete Nordamerikas: Bisons, Grizzlybären, Wölfe und viele weitere Arten sind hier in hoher Dichte vertreten.
Wyoming bietet drei der wichtigsten Zugangstore zum Park – und damit ideale Voraussetzungen für eine clevere Routenlogik (und passende Unterkünfte nahe der Highlights).
Ein Beispiel für das „Geothermie-Erlebnis“ ist der Boiling River – dort sieht man wortwörtlich, wie warmes Wasser durch geothermale Quellen gespeist wird und Dampf aufsteigen kann.
Yellowstone Nationalpark
Grand Teton: Das geologische Wunder südlich von Yellowstone
Südlich von Yellowstone erhebt sich die Grand-Teton-Kette – flach, flach, flach … und plötzlich steigen die Berge ohne klassisches Vorgebirge empor. Genau diese „aus dem Nichts“-Wirkung macht die Tetons so spektakulär.
Im Vorfeld der Berge verläuft der Snake River. Hier bieten sich – je nach Saison und Wasserstand – Naturerlebnisse wie Flussfahrten oder Wildwasser-Rafting an. Dazu kommen Möglichkeiten für Wanderungen, Tierbeobachtung und die perfekte Kombination: erst Yellowstone, dann Grand Teton.
Cowboy-Kultur: Keine Show – sondern gelebter Alltag
Die Cowboy-Kultur ist in Wyoming keine Kulisse für Touristen, sondern Realität. Rancher, Rinderzüchter und Cowboys prägen Alltag, Werte und auch die politische Kultur.
Ein zentrales Element ist der „Code of the West“ – ein ungeschriebenes Gesetz, das auf Eigenverantwortung, harte Arbeit und Verlässlichkeit setzt.
• Rodeo als Schlüssel-Erlebnis: Der beste Ort, um diese Kultur zu erleben, ist ein Rodeo. Rodeo ist offizieller Staatssport in Wyoming.
• Cheyenne Frontier Days: Zehntägige Feierlichkeiten und das größte Outdoor-Rodeo der Welt – einmal im Jahr, ein echtes Highlight, wenn man die Reise passend legt.
• Guest Ranches: Wer tiefer eintauchen möchte, kann auf Guest Ranches das Cowboy-Leben hautnah erleben – mit rausgehen, mitarbeiten, verstehen, wie dieser Alltag funktioniert.
Grand Teton Nationalpark - Wyoming
Geschichte, Native Heritage & legendäre Orte
Wyoming war ursprünglich Heimat der Eastern Shoshone und der Northern Arapaho. Bis heute besteht die Wind River Indian Reservation. Mit der Westausdehnung der USA verliefen historische Routen wie der Oregon Trail durch Wyoming – Spuren dieser Epoche sind vielerorts sichtbar.
Auch Outlaw-Geschichte gehört dazu: Verstecke wie „Hole in the Wall“ (Butch Cassidy) sind Teil des Mythos des Westens.
• Devils Tower: Unbedingt auf die Liste. Eines der ersten Nationalmonumente der USA – für viele indigene Gemeinschaften ein heiliger Ort. Bekannt auch aus „Unheimliche Begegnung der dritten Art“.
• Cody: Das Tor zum Yellowstone – gegründet von Buffalo Bill. Mit dem Buffalo Bill Center of the West als starkem Museumsanker und guten Rodeo-Möglichkeiten.
• Jackson: Bergstädtchen am Fuße der Tetons, für Wintersport sehr bekannt – und auch im Sommer als Ausgangspunkt und „Basis“ extrem attraktiv.
• Big Horn Mountains: Eine kleinere, sehr ruhige Gebirgskette – weniger Besucher, viel Wildnis, ideal für alle, die abseits der klassischen Routen unterwegs sein möchten.
Devils Tower
Planung & Sicherheit: Damit Wyoming gelingt
Wyoming ist ein Ort für Weite – und das bedeutet: Planung ist Teil des Erlebnisses.
• Reisezeit: Juni bis September. Im Winter sind viele Straßen in und zu den Nationalparks gesperrt; Wintersportregionen sind nutzbar, „tief drin“ ist vieles geschlossen.
• Mietwagen: Unverzichtbar. Distanzen sind groß, Orte liegen weit auseinander.
• Kleidung (Layering): Wetter kann schnell wechseln – selbst im Sommer sind Schnee und Sonne am selben Tag möglich. Lagenprinzip ist Pflicht.
• Unterkünfte: Übernachtungen in/nahe der Nationalparks sind ein großer Qualitätshebel – und müssen frühzeitig gesichert werden.
• Wildtiere & Abstand: Mindestens 25 Meter Abstand zu Wildtieren; bei Bären deutlich mehr (ca. 100 Meter). Tiere nicht bedrängen, nicht „hinlaufen“, Ruhe bewahren.
Passende Rundreisen, die Wyoming integrieren
Wir haben Touren, die Wyoming sinnvoll einbinden – je nach Anreise, Zeitbudget und Schwerpunkt:
• „Prärieland, Büffel und Yellowstone“: Start ab/an Minneapolis (Airport gut aus Europa erreichbar; Flughafen kann angepasst werden).
• „Rocky Mountain Explorer“: Start ab/an Denver (Nonstop-Verbindungen ab Europa/Deutschland oft sehr angenehm).
• Individuelle Mietwagen- & Camper-Touren: Maßgeschneidert – inklusive Routenvorschlägen und Stellplatz-Logik. Wer im Nationalpark übernachten möchte, ist mit frühzeitiger Sicherung klar im Vorteil.
Grand Tetons
Wyoming ist kein Ort für Eilige. Es ist eine Einladung, tief durchzuatmen, die Weite zu spüren und den zeitlosen Geist des amerikanischen Westens zu erleben.
